Schule für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf (SeF)

Unsere Schule – Kleine Historie

Unsere Schule wurde im Jahr 1978 als „Sonderschule für Schwerstbehinderte“ (SfS) in der Schubertstraße 29 in Klagenfurt eröffnet. Zunächst mit Sonderhort und später als Ganztagsschule, wurde unseren Schülerinnen und Schülern von Beginn an eine Förderung angeboten, die auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. Die ersten basalen Klassen mit dem Schwerpunkt der speziellen Unterrichtsart für körperlich und geistig schwerstbeeinträchtigte Kinder und Jugendliche kamen 1986/87 hinzu. Die Teilnahme an nationalen und internationalen Sportwettbewerben (zum Beispiel den Special Olympics) aber auch an künstlerischen und kunsthandwerklichen Bewerben war für unsere Schülerinnen und Schüler eine ganz herausragende Form der gesellschaftlichen Beteiligung. Auch heute – im Rahmen von Personalreduktion und Aufnahmestopp für Neuzugänge im Zuge der künftigen integrativen bzw. inklusiven Beschulung – profitieren unsere Kinder und Jugendlichen von sportlichen und Freizeitangeboten. Seit ihrer Gründung hat unsere Schule kärntenweit immer wieder Vorbildfunktion.

Seit 2015 stellen wir uns der Herausforderung, auf die Orientierung Kärntens zum Inklusionsmodell an Regelschulen hinzuarbeiten. Wir möchten diesen Prozess trotz kontroversem Diskurs möglichst reibungsfrei, das heißt ohne Nachteile für unsere Schülerinnen und Schüler, begleiten.

Unser pädagogisches Konzept

Wir verstehen uns als „Förderschule für integrative Pädagogik“. Die Schülerinnen und Schüler haben für die Dauer ihrer Schulpflicht Anspruch auf eine ihrer Bildungsfähigkeit angepasste Förderung und Erziehung. Für uns heißt das, die Kinder und Jugendlichen in einer Atmosphäre der Geborgenheit und des Vertrauens zu größtmöglicher Selbstverwirklichung bei sozialer Integration zu führen. Im Schulalltag bedeutet das eine Verschränkung von Unterricht und Freizeit. Regelmäßige Projekttage gehören zu unserem festen Programm. Jede Klasse organisiert darüber hinaus eine einwöchige Sommer- und/ oder Wintererlebniswoche, die in den dafür geeigneten Klassen sportlich ausgerichtet ist.

Weitere besondere Rahmenbedingungen runden das Förderprofil unserer Schule ab:

  • Kleine Klassengrößen von meist sechs Schülerinnen und Schülern mit einem Lehrer
  • Diplomierte Sozialbetreuerinnen und – Betreuer in jeder Klasse
  • Physio-/Ergotherapie, Logopädie
  • Schuleigene Küche mit frischer Speisezubereitung und spezieller Ernährung
  • Zwei Schulbusse zur Beförderung in die Schule und zurück
  • Ein Kleinbus für Personen- und Rollstuhltransporte zur Ermöglichung von Lehrausgängen

Unsere Schülerinnen und Schüler

sind zwischen 6 und 17 Jahren alt und haben körperliche und geistige Mehrfach- und Schwerstbehinderungen. Wir legen mit unserem pädagogischen Konzept großen Wert darauf, die Kinder und Jugendlichen zu einem selbsttätigen, selbständigen Miteinanderund geregelten Abläufen anzuregen. Das meint vor allem An- und Ausziehen, Körperhygiene, Toilettengänge, Tischdecken und –abräumen, Verhalten bei Tisch oder selber Einkaufen bis hin zu eigenständigen komplexeren Aufgaben sowohl im Schulalltag als auch in der Projekt- und Erlebniszeit. Von Kulturtechniken bis zur basalen Förderung erfahren sie Anleitung und Hilfestellung für ihr Leben mit dauerhafter Assistenz und in einigen Fällen auch für ein späteres unterstütztes Berufsleben. Fast alle unsere Schülerinnen und Schüler werden nach dem Lehrplan für Kinder mit Schwerstbehinderung unterrichtet. Grundlegende Wahrnehmungserfahrungen werden im Rahmen der basalen Förderung angeboten. Einige wenige SchülerInnen werden nach dem der Lehrplan der Allgemeinen Sonderschule unterrichtet.

Auch die Wünsche, Erwartungen, Nöte und Ängste der Eltern sind Teil unserer Arbeit. Wir bieten Einzelgespräche, Elterninformationen und gemeinsame Veranstaltungen an, weshalb wir uns über eine starke Vertrauensbasis zwischen Schule und Eltern freuen können.